Inklusion im Blick

Ausstellung               

Deutschlands erste inklusive Wanderausstellung 2018 – 2021
Mit allen Sinnen Kunst erleben!

                     

Kunst für Menschenrechte – Kunst für Teilhabe

          Vorwort Sozialdenker e.V.

Diese Wanderausstellung betritt thematisch Neuland in Deutschland.

Zehn Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN- BRK) ist die inklusive Gesellschaft mehr Vision als Wirklichkeit. Mehr als Stolpersteine und Stufen trennt eine unsichtbare Barriere in den Köpfen Behinderte und Nichtbehinderte.

Die Ausstellung „Inklusion im Blick“ will mit ihren Bildern und Exponaten diese Barrieren abbauen und zur Bewusstseinsbildung im Sinne der UN- BRK beitragen.

Anfang der Sechziger Jahre erschüttert einer der größten Arzneimittelskandale die Bundesrepublik Deutschland: Weit über 2000 Kinder kommen mit fehlenden oder fehlgebildeten Gliedmaßen auf die Welt. Verantwortlich dafür ist das Medikament Contergan, das vor allem Frauen in der Schwangerschaft als harmlos und unbedenklich empfohlen wurde.

Von Kindheit an müssen sich die Contergan Opfer an mehr oder minder verstohlene und verschämte Blicke gewöhnen. Ein halbes Jahrhundert nach dem Skandal haben sich zwölf

Menschen bewusst dazu entschieden, ihren Körper diesen Blicken preis-zugeben. „Die Mutigen“ nennt Regisseur Niko von Glasow die Protagonisten seines Films „NoBody’s Perfect“.

Er porträtiert Menschen, die ihren Weg gemacht haben trotz ihres Handicaps und er lädt ein hinzuschauen, weder verschämt noch verstohlen. Seine Bilder geben den Blick frei auf lebensbejahende Menschen, schlanke und wohlbeleibte, athletische und zierliche, in sich gekehrte und extrovertierte. Die ästhetischen Portraits spiegeln auf faszinierende Weise die Botschaft des Films: im Vordergrund steht der Mensch und nicht die Behinderung.

Niko von Glasows Bildern reißen die unsichtbare Barriere zwischen Betrachtern und Betrachteten ein. Sie schaffen Nähe. „NoBody‘s Perfect“- für wen gilt das nicht?

„Kunst kennt keine Behinderung“ – diese These der Aktion Mensch belegt der zweite Teil der Ausstellung. Im Mittelpunkt der Kunstwerke steht der Mensch im Zentrum der Gesellschaft. Künstlerinnen und Künstler, die in ihrer Lebenswirklichkeit Barrieren erleben, haben ihre Sicht zum Thema dargestellt. Die Bilder spiegeln gesellschaftliche Einschränkungen wieder.

Die unterschiedlichen künstlerischen Aussagen erzählen dem Betrachter von einem Alltag voller Hindernisse und dem Zwang, die Hürden zu überwinden. Die Ausstellung weitet den Blick auf das Thema Umwelt und die Verletzlichkeit „Aller“ durch sorglosen Umgang mit Natur und Ressourcen.

Unsere Wanderausstellung ist inhaltlich wie gestalterisch angelegt, das Bewusstsein entsprechend Artikel 8, der Zugänglichkeit nach Artikel 9, als Bildungsauftrag nach Artikel 24 und Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport nach Artikel 30 der UN- BRK zu verdeutlichen.

„Inklusion im Blick“ schafft einen Erfahrungsrahmen, damit der gesetzlich definierte Kulturauftrag im Nationalen Aktionsplan (NAP 2.0) für ALLE in Anspruch genommen werden kann.  „Inklusion im Blick“ verstärkt die Notwendigkeit der Qualifizierung von Fachkräften in Ausbildung und Studium zum Bereich Barrierefreiheit. Damit Kunst für alle Erfahrbar wird.

Sie verwirklicht die Zielvereinbarung, die Behindertenverbände mit dem Deutschen Museumsbund vertraglich geschlossen haben, die gerade durch die Bundesregierung im NAP 2.0 und den 16. Bundesländern durch ihre Aktionspläne, als gesellschaftlichen Auftrag mitgestaltet werden sollte.

Sozialdenker e.V. 2018

Schirmherrin der Wanderausstellung „Inklusion im Blick“     

Ulla Schmidt – Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D. , Bundesvorsitzende der Lebenshilfe

Bildbeschreibung: Das Foto zeigt Ulla Schmidt © Foto Laurence Chaperon, 2016

 

 

Schirmherrin  der Ausstellung „Inklusion im Blick“ für den Freistaat Thüringen:

Vizepräsidentin des Thüringer Landtags  Frau Margit Jung

(Das Foto zeigt Frau Margit Jung. © Foto 2017, Thüringer Landtag)   

 

Die Ausstellung informiert über die Möglichkeiten der Teilhabe, wie sie bereits in einigen Museen umgesetzt wird.

 

Sehen: Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte integrieren. Tastobjekte zu den Exponaten der Ausstellung anbieten. Ruhebänke sind bodenbündig, damit sie mit dem Blindenstock ertastbar sind. Nutzung von Audiodeskription zu Erklärung der Exponate anbieten.
Hören: Schrifttexte werden in Gebärdensprache übersetzt und auf einem Monitor gezeigt. Hände und Gesicht des Sprechers müssen gut sichtbar aufgenommen werden, Kontrast zum Hintergrund beachten.
Bewegen: Texte zu den Kunstobjekten sind in Augenhöhe(in einer Höhe von 125 cm) des Rollstuhlfahrers angebracht. Der Bodenbelag muss eben und rutschhemmend sein. Für Bewegungsräume gilt eine Wegbreite von 150 cm (Nutzbare Wendemöglichkeit).
Verstehen: Inhalte werden in „einfache Sprache“ wiedergegeben. Unterstützung durch Schriftgröße der texte und Piktogramme (Bildzeichen).
Arbeiten: Der Museumsbereich bietet vielfältige Arbeitsplätze. Im Museumsshop, Empfang, Cafe, Begegnungszentrum oder bei der Ausstellungsplanung können Menschen mit Behinderungen eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt finden.                                                                                                                                                 

Thema:

Inklusion im Blick bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, an allen Bereichen der Gesellschaft. Das schließt kulturelle Teilhabe mit ein.

Menschen mit Behinderung sind Experten in eigener Sache, ihre Beteiligung an den Entscheidungsprozessen wollen wir besonders berücksichtigen – nach dem Motto des Europäischen Jahr für Menschen mit Behinderung im Jahr 2003: „Nichts über uns ohne uns!“.

Diese Kunstausstellung hat zum Thema, Barrieren in der Gesellschaft aufzuzeigen.
Und diese Barrieren sollen nach dem Übereinkommen der Vereinten Nationen, über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN- BRK) und den Behindertengleichstellungsgesetzen (BGG) beseitigt werden.

In allen Bereichen des Lebens sollen Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören und zwar von Anfang an. Menschen mit und ohne Behinderung sollen zusammen leben, arbeiten, wohnen, lernen und spielen.

Bisher gibt es wenige Ausstellungen die diesen Prozess begleiten. Darum haben wir uns, die Betroffenen auf den Weg gemacht, die Möglichkeiten der Teilhabe aufzuzeigen. Diese Ausstellung ist kein abgeschlossener Vorgang, sondern sie soll der Anfang sein, den gesellschaftlichen Bezug zur Teilhabe im kulturellen Bereich aufzuzeigen.                                           

Zeit:

Am 10. Dezember 2018 zum internationalen Tag der Menschenrechte, startet diese    Wanderausstellung „Inklusion im Blick“ im Thüringer Landtag in Erfurt. Die Schirmherrschaft im Freistaat Thüringen hat die Vizepräsidentin des Thüringer Landtags Frau  Margit Jung übernommen.

Ziel:

Ziel ist, eine offene Grundstimmung für die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu verdeutlichen und dafür zu sensibilisieren.
Wir planen die Ausstellung auf dem Weg zu bringen, um das Thema Inklusion im Blick in allen 16 Bundesländern zu zeigen und jedes Bundesland kann ein neues Exponat hinzufügen.

Aufbau und Struktur:

Diese Wanderausstellung betritt thematisch Neuland in Deutschland. Sie behandelt den parlamentarischen Bezug zur Ratifizierung der UN-BRK 2009 durch den Bundestag und Bundesrat.
Unsere Wanderausstellung ist inhaltlich wie gestalterisch angelegt, das Bewusstsein entsprechend Artikel 8 und Artikel 30 der UN-BRK zu verdeutlichen.

Die Informationsebenen der ausgewählten Objekte sind in Brailleschrift, in leichter Sprache, in deutscher Gebärdensprache (DGS) sowie als Audiodeskription vorhanden und mit einem Bodenleitsystem ausgestattet.

Die Besucher/Innen werden eingeladen ihre eigenen Erfahrungen mit einzubringen. Ein Gästebuch liegt dazu auf einem unerfahrbaren Pult.

Künstler/Innen- Biografien:

Die Künstler haben diesen Blick auf die Not-wendigkeit zur Umsetzung von Menschenrechten gestaltet. Die Ausstellung Inklusion im Blick soll Perspektiven zur Teilhabe aller Menschen in unserer Gesellschaft aufzeigen.

Bei der Künstlergruppe, die ihre Exponate zu dieser Ausstellung zur Verfügung stellen, handelt sich um engagierte Betroffene und Unterstützer dieses gesellschaftlichen Anliegens- Inklusion im Blick.

Publikationen:

  1. Das barrierefreie Museum- Theorie und Praxis einer besseren Zugänglichkeit- von Patrick S. Föhl, Stefanie Erdrich, Hartmut John und Karin Maaß (Hg.) Ein Handbuch- Bielefeld 2007
  2. „NoBody’s Perfect“ – Film von Niko von Glasow – Filmpreis Festival Locarno semaine de la critique 2008 gefördert von der Filmstiftung NRW, BKM, FFA und DVD im Handel
  3. Design for All- Checkliste zur Konzeption und Gestaltung von barrierefreien Ausstellungen- Landesverband der Museen zu Berlin e.V. Stand November 2011 © 2011 LMB und Autoren unter: lmb.museum/de/fach-und-arbeitsgruppen/ag-barrierefreiheit-ausstellungen/barrierefreiheit/
  4. Bericht über die Veranstaltung Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag vom 26. und 27. Oktober 2012 (siehe Arbeitsgruppe 9 Kultur und Medien, Erklärungen zu Tast- Modellen) von der Technischen Universität (TU) Berlin
  5. Das inklusive Museum – Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion Zielvereinbarungen des BKB mit den Behindertenverbänden ISBN 978-3-9811983-9-3 gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.
  6. Inklusion bewegt – UN-Behindertenrechtskonvention Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen deutsch- deutsche Schattenübersetzung- englisch und in leichter Sprache Stand 2014
  7. Historisches Museum Berlin – Alltag Einheit mit „inklusiven Kommunikationsstationen“ 2015
  8. Wissenschaft für Alle – In Ausstellungen barrierefrei präsentieren ISBN 978 3-943025-07-1
  9. ZDF ASPEKTE – 22. April 2016 – Wandbilder sichern und begreifen mit 3D Objekten
  10. Buch „Inklusive Kulturpolitik“ – Menschen mit Behinderung in Kunst und Kultur 2017 Butzon & Bercker GmbH von Dr. Jakob-Johannes Koch – www.bube.de

Organisatoren:

Personen im Ehrenamt, die Mut machen wollen, Inklusion als Mehrwert des  „gesellschaftlichen Miteinanders “ zu begreifen.

PowerPoint:                                          Inklusion im Blick – PowerPoint

Ausstellungspräsentation:              Inklusion im Blick Präsentation

Exposé zur Wanderausstellung:     Exposé Inklusion im Blick Sozialdenker e.V.

Das Inklusive Museum –                     Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion

Ein gemeinsames Projekt von

cropped-Sozialdenker-Logo-Neu-e1467305212337.png       BBV

Wir brauchen Schirmherrschaften von Firmen und Sponsoren um ein Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Wir wollen Bewusstseinsbildung nach Artikel 8, Artikel 24 und Artikel 30 der UN-BRK verwirklichen und durch das ganze Land schicken.

Inklusion ist Leben in Vielfalt.

Sie verwirklicht die  Zielvereinbarung, die Behindertenverbände mit dem Deutschen Museumsbund vertraglich geschlossen haben.

„Inklusion im Blick“ bedarf Ihrer Hilfe und Unterstützung um im gesellschaftlichen      Bewusstsein anzukommen.

Mit ihrem finanziellen Engagement helfen sie mit, die Barrieren abzubauen und das Bewusstsein im Hinblick auf inklusive Kunst und Kultur zu stärken.

Link zu unserer Projekt- Internetseite:    inklusion-im-blick.de

Wir wünschen uns eine Rückmeldung zur Ausstellung und von der Politik, Zusagen zur weiteren Umsetzung der UN-BRK im Sinne der gleichberechtigten Teilhabe behinderter Menschen in unserer Gesellschaft.

Wir bedanken uns für ihre Aufmerksamkeit 

Dominik Peter                                                                                                                                                           Vorsitzender des Berliner Behinderten Verbandes (BBV)

Gerd Miedthank                                                                                                                                                     Vorsitzender der Sozialdenker e.V.

Spendenkonto

Kontoinhaber: Sozialdenker e.V.
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BIC:    BELADEBEXXX
Berliner Sparkasse
Verwendungszweck:  Inklusion im Blick, Vorname, Nachname

Ansprechpartner

Sozialdenker e.V.
Geschäftsstelle
Holzmarktstr. 69
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oder eine E-Mail an:  gerd.miedthank[at]sozialdenker.de

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